Baum vom Ulmensterben befallen: Ulme auf der Haffkruger Strandpromenade muss gefällt werden

Ulme in Haffkrug wird gefällt
Diese große Ulme an der Strandpromenade in Haffkrug muss leider gefällt werden. (Foto: Gemeinde Scharbeutz/Dietmar Krieger)

Haffkrug. Seit vielen Jahrzehnten sterben in Mitteleuropa die Ulmen an der Ulmenwelke. Jetzt hat es auch die prägende Ulme auf der Strandpromenade in Haffkrug erwischt.

Trockene Blätter in der gesamten Krone, eine immer schütter werdende Krone, typische Anzeichen eines Befalles mit dem Schlauchpilz Ophiostoma novo-ulmi, übertragen von anderen Ulmen durch den Fraß von Borkenkäfern in den Astgabeln des Baumes.

„Durch diesen Befall verstopfen die Leitungsbahnen des Baumes, der Baum kann kein Wasser und keine Nährstoffe mehr in die Krone transportieren. Er vertrocknet regelrecht,“ so Dietmar Krieger, zuständig für den kommunalen Baumbestand in der Gemeinde Scharbeutz.

„Es gibt keine Mittel gegen die Krankheit, der Baum wird in den nächsten Tagen absterben,“ so Dietmar Krieger weiter.

„Das ist sehr schade, war er doch durch die gleichmäßig geschlossene Krone und das bisher sehr gesunde Laub ein prägendes und eben auch seltenes Exemplar,“ meint Bürgermeisterin Bettina Schäfer.

„Um an dieser prägenden und stark von unseren Gästen frequentierten Stelle kein Baumgerippe stehen zu haben, habe ich einer Fällung des Baumes schon in den nächsten Tagen genehmigt. Eine Neupflanzung erfolgt dann im kommenden Winter,“ so Bettina Schäfer abschließend.

Hintergrund:

Seit etwa 100 Jahren vernichtet der ursprünglich aus Asien stammende Pilz die heimischen Ulmenarten. Eine erste Befallswelle gab es in den 1920-er Jahren insbesondere in Holland. Ein Land, mit damals sehr vielen Ulmenalleen an den Gräben und Gewässern. Eine zweite Befallswelle erreichte Europa Ende der 60-er Jahre über eine aus Nordamerika stammende Mutation des asiatischen Pilzes. Seitdem sterben auch in Deutschland verstärkt die Berg- und Feldulme und deren Kreuzungen. Die ebenfalls heimische Flatterulme wird deutlich weniger befallen.

Häufig treiben die abgestorbenen Ulmen aus dem Wurzelwerk wieder aus, bilden dichte, mehrstämmige Baumgruppen, bis ab einem Alter von etwa 10 bis 20 Jahren der Käfer wieder Gefallen an dem Baum findet. In diesem Jahr finden sich verstärkt derartige abgestorbene Baumgruppen, häufig in Straßenböschungen.

Klimatische Bedingungen spielen bei Krankheitsverläufen immer eine Rolle, trocken-warmes Wetter befördert immer den Befall mit Käfern, hier in tödlicher Dimension, weil der Käfer die Sporen des Pilzes überträgt und durch den Fraß an den Zweigen in die Leitungsbahnen bringt.

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