Gedenkstätte „Godewind“ wurde eingeweiht

Gedenkstätte „Godewind“
Mit einem Blumenstrauß und einem kleinen Präsent bedankte sich Pastorin Anke Dittmann (r.) bei Dieter und Rosemarie Dammast. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Ratekau. Am vergangenen Samstag wurde die neu eingerichtete Gedenkstätte „Godewind“ auf dem Friedhof in Ratekau eingeweiht. Die Gedenkstätte ist für Menschen der Gemeinde Ratekau errichtet worden, die in der Ostsee ihre letzte Ruhestätte fanden und finden werden. Thematisch passend ist sie der Form eines Schiffes nachempfunden.

Möglich gemacht haben dieses Projekt die Eheleute Dieter und Rosemarie Dammast aus Pansdorf, die sich dank einer großzügigen Spende in Höhe von rund 15.000 Euro damit einen lang gehegten Wunsch erfüllt haben. Dieter Dammast ist der Hauptsponsor und Initiator dieser Gedenkstätte für Seebestattungen. „Ihm gilt unser Dank. Es gab schon länger den Wunsch nach einer solchen Gedenkstätte. Aber wir hatten nicht die fianziellen Möglichkeiten das umzusetzen“, sagte Pastorin Anke Dittman bei der Einweihung vor geladenen Gästen. „Mit Herrn Dammast zusammen haben Mitglieder des Kirchengemeinderates, des Friedhofausschusses der Region und vor allem die Mitarbeitenden unseres Friedhofs diese Gedenkstätte entwickelt. Es war ein spannender Prozess mit einem wie wir finden - sehr gelungenem Ergebnis.“

Dieter Dammast war Zeit seines Lebens leidenschaftlicher Segler und Besitzer von insgesamt vier Segelbooten. „Dieses Schiff soll nun mein fünftes sein“, ließ er im Rahmen der kleinen Feierstunde wissen, dass das Geld aus dem Verkauf seines letzten Schiffes stamme.

Die Trauerkultur habe sich im Laufe der Jahre verändert, was auch an den Freiflächen auf dem Friedhof zu erkennen sei, machte Pastorin Dittmann deutlich. Die Zahl der Seebestattungen habe zugenommen. „Allerdings suchen Trauernde einen festen Ort an dem sie trauern können. Hier können sie nun zur Ruhe kommen, gedenken, ihre Trauer ausdrücken, beten und auch zu anderen Trauernden Kontakt aufnehmen und sich mit dem Verstorbenen verbunden fühlen.“

Dazu kann der Name des oder der Verstorbenen an einen von drei Säulen eingraviert werden, die die Masten des Schiffes verkörpern. Diese Masten bestehen aus einzelnen aufeinander platzierten Einzelsteinen und wachsen durch das Hinzufügen neuer Steine in die Höhe. Bislang sind hier vier Namen eingraviert. „Bis zu 80 Gravuren sind an jedem Mast möglich“, erklärt Steinmetz Jörg Stapelfeldt aus Bad Schwartau, der auch für den großen Gedenkstein am „Heck“ und Eingang des Schiffes verantwortlich zeichnet.

„Es können dabei auch rückwirkend  Namen graviert werden. Also für Verstorbene, die bereits vor längeren Zeit verstorben sind und auf See bestattet wurden“, erklärte Pastorin Dittmann dazu.

Der Gedenkstein mit dem Namenszug wird auf 20 Jahre verpachtet. Die Kosten für die gesamte Dauer belaufen sich auf 510 Euro, hinzu kommt eine einmalige Verwaltungsgebühr von 70 Euro.

Ganz fertig gestellt ist die neue Gedenkstätte jedoch noch nicht. In den nächsten Wochen soll sie um einen weiteren Gedenkstein in Form einer Welle ergänzt werden.

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