Neue Ausstellung in der Trinkkurhalle: „Spuren jüdischen Lebens in Niendorf und Timmendorfer Strand“

Jüdisches Leben in Tdf
Am 28. September fand die Eröffnung der Ausstellung „Jüdisches Leben“ mit Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke (von links), Melanie Zühlke, Helmut Schwarz und Stephanie Scheel in der Trinkkurhalle in Timmendorfer Strand statt. Foto: TSNT GmbH

Timmendorfer Strand. Für die Zeit bis zum 31. Oktober, möglicherweise bis Jahresende 2021, haben vier Bildungs-Institutionen der Gemeinde Timmendorfer Strand (Gemeindearchiv Timmendorfer Strand, Gemeindebücherei Timmendorfer Strand, Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH und Volkshochschule Timmendorfer Strand) gemeinsam aus Anlass des Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ eine Ausstellung in der Rotunde der Trinkkurhalle an der Promenade zum Thema „Spuren jüdischen Lebens in Niendorf und Timmendorfer Strand“ organisiert.

Gegenstand der Ausstellung werden hier ehemals wohnende, verweilende Familien sein, wie die Manns mit Thomas Mann, mit Heinrich Mann und seiner zweiten Frau Nelly Kröger-Mann und ihrem in mehreren Biografien (z.B. Evelyn Juers: „House of Exile“, New York, 2011.) als möglichen unehelichen Vater Noah Troplowitz, verwandt mit Oscar Troplowitz, mit der zweiten Frau zum Bauhaus-Begründer Walter Gropius: Ise Frank … Ernst und Alexander Oppler, Familie Landau-Mühsam, der offensichtlich auch für die weltbekannte Firma Beiersdorf tätige Fotograf Edgar Alexander und weitere mehr wie Paul Celan mit seinem wahrscheinlich ersten öffentlichen Auftritt 1952 im Hotel Kasch in Niendorf.
Ebenso werden damalige gastronomische Betriebe mit rituellem/koscherem Essen beschrieben, in Niendorf wie in Timmendorfer Strand, soweit Unterlagen zu Haus und Entwicklung zur Verfügung standen.

Daneben verweisen die ausgestellten Tafeln auf einzelne Personen, auf Familien oder auf Stiftungen, die in Niendorf und Timmendorfer Strand Heime für weniger privilegierte Kinder oder Jugendliche geschaffen haben wie Laura Beit, Cäcilie und Carl Schmilinsky, Eugenie und Rudolf Ballin.

Geschichten und Bilder zu den Personen werden auf etwa 34 Tafeln von etwa 50 mal 70 Zentimeter Größe präsentiert. Außerdem liegt ein Ordner „Exodus“ bereit, aus dem können viel Details zum Thema Exodus-Flüchtlingslager Pöppendorf 1947 auf 112 Seiten des Jüdischen Museums Rendsburg aufgesucht und nachgelesen werden. Der Eintritt ist frei.

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