Protest in Bad Schwartau: Unterschriften für bessere Digitalisierung an den Schulen

Digital-Demo
Mit betroffenen Eltern, Schülern und Lehrkräften übergibt Arnd Hemmer (l., Schriftstück in der Hand) die 2.500 Unterschriften an Bad Schwartaus Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann (r.). (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Bad Schwartau. Mit Overhead-Projektoren waren Schüler aus Bad Schwartauer Schulen am Montag vergangener Woche vors Rathaus gezogen, um symbolisch auf die ihrer Ansicht nach schlechte Digitalisierung an ihren Bildungseinrichtungen hinzuweisen. „Tatsächlich kommen solche Geräte bei uns auch heute noch im Unterricht zum Einsatz“, bestätigten sie. „Irgendetwas zu googeln oder gar eine Internetseite aufzurufen, ist dagegen oftmals nicht möglich“, bemängelten sie als Bad Schwartaus Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann vor die Menge trat.

„Seit 2019 weisen wir auf dieses Thema hin. Das läuft dermaßen schleppend, und wir wollen, dass hier endlich Tempo gemacht wird“, so Elternvertreter Arnd Hemmer, der dabei auf eine Veranstaltung der Stadt verwies, die vor kurzem stattgefunden und durch eine nach Auffassung der Eltern und Schüler nicht korrekte Darstellung des Ist-Zustands der Digitalisierung an Bad Schwartaus Schulen für reichlich Unmut gesorgt hatte.

Gemeinsam übergaben die rund 200 anwesenden Schüler, Eltern und Lehrer an Bad Schwartaus Verwaltungschef 2.500 Unterschriften, die an den Gymnasien und Grundschulen der Stadt - die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule ist vom Land geförderte Modellprojekt-Schule für Digitales Lernen - für ein funktionierendes Online-Angebot gesammelt wurden. „Wir übergeben diese Unterschriften, um zu zeigen, dass die Schwartauer Schullandschaft hier sehr unzufrieden ist“, sagte Arnd Hemmer.

Dr. Uwe Brinkmann verwies dagegen darauf, dass er seit seinem Amtsantritt 2016 von diesen Missständen wisse, die „nicht nur die Schulen betreffen.“ Damals habe es im Rathaus sogar noch einen „Schreibdienst“ gegeben. Auch die Kritik, dass es im Rathaus und an den Schulen, zu wenig Personal für den Bereich „Digitalisierung“ gäbe, bestätigte er, betonte jedoch, bei der Besetzung neuer Stellen ausgerechnet von Bereichen der Politik ausgebremst worden zu sein, die diese Stellenbesetzungen jetzt forderten. Zudem verwies er darauf, dass, was die Online-Geschwindigkeiten angehe, die Schulen gut ausgestattet seien und sich die Situation durch den derzeitigen Aufbau eines eigenen Glasfasernetzes in Verbindung mit dem Neubau des Gymnasiums am Mühlenberg weiter entspannen werde.

Man darf gespannt sein, wie es in der Sache „Digitalisierung an Bad Schwartaus Schulen“ weitergeht. Im Wahlkampf ist das Thema jedenfalls angekommen - und wäre an anderer Stelle sicherlich besser aufgehoben.

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