Über 250 Einsatzkräfte bei Großfeuer in Ratekau

Silvester: Großfeuer in Ratekau
Erst am Neujahrsmorgen wurde das volle Ausmaß des Brandes ersichtlich. (Foto: FF Ratekau/JW)

Ratekau. Am Silvesterabend, 31. Dezember, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Ratekau und Sereetz um 21.08 Uhr zunächst zu einem Brand eines Carports nach Ratekau in die Hauptstraße alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich, dass sich die Lage deutlich verschärft hatte. Der gemeldete Carportbrand hatte bereits auf einen angrenzenden Anbau übergegriffen und breitete sich in kurzer Zeit weiter aus. Daraufhin wurden umfangreich weitere Kräfte nachalarmiert.

Im weiteren Einsatzverlauf griffen die Flammen vom Anbau auf die Wohngebäude über. Die enge Bebauung sowie verwinkelte Gebäudestrukturen erschwerten die Lösch­maßnahmen erheblich. Hierfür wurde ein Bagger des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Eutin hinzugezogen. 

Umgehend wurde eine umfassende Wasserversorgung aufgebaut und die Brandbekämpfung über mehrere Angriffswege durchgeführt. Dabei kamen zahlreiche Atemschutztrupps sowie eine Drehleiter zum Einsatz. Zusätzlich wurden Steckleitern eingesetzt, um von außen an die betroffenen Brandbereiche zu gelangen. Mit Unterstützung weiterer Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden sowie dem Technischen Hilfswerk konnte das Feuer schließlich unter Kontrolle gebracht und ein weiteres Übergreifen verhindert werden.

Insgesamt waren über 250 Einsatzkräfte über mehrere Stunden im Einsatz. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die frühen Morgenstunden, da verbliebene Glutnester freigelegt und abgelöscht werden mussten. Anwohner im Umfeld der Einsatzstelle wurden vorsorglich per Warn-App aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Glücklicherweise wurden keine Personen und Einsatzkräfte verletzt.

Der Einsatz dauerte insgesamt rund neun Stunden und endete gegen 5.45 Uhr mit der Nachbereitung im Feuerwehrhaus.

Zu den alarmierten Einheiten zählten die Freiwilligen Feuerwehren aus Ratekau, Sereetz, Techau (Führungsgruppe), Pansdorf, Hemmelsdorf, Dissau, Schürsdorf, Bad Schwartau, Stockelsdorf, Pönitz, Offendorf und Horsdorf.

Ebenfalls vor Ort waren die Kreiswehrführung, die Feuerwehrtechnische Zentrale Lensahn, das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst, Polizeikräfte und weitere Rettungsdienste, das THW und die Feuerwehrtechnische Zentrale Lensahn sowie die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (PSNV-B).

Bei der Bekämpfung des Feuers kamen mehrere C-Rohre zum Einsatz.

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