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Scharbeutz. Mit großem Einvernehmen wurden die bisherigen Vorstände der Scharbeutzer WUB einstimmig für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Zu ihrer Jahreshauptversammlung gibt sie folgende Stellungnahme ab: „Die WUB ist dem Gemeinwohl der Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Scharbeutz verpflichtet. Deshalb ist jeder, der sich für das kommunal politische Ehrenamt interessiert und sich mit den Zielen der WUB identifizieren kann, herzlich im Kreise der WUB-Mitglieder willkommen.
Auf der Versammlung am 9. März wurden vielfältige Themen und Anliegen der Bürger der Gemeinde Scharbeutz intensiv diskutiert. Einige aktuelle Problemfelder standen dabei im Vordergrund. Die Bautätigkeit zur Hinterlandanbindung (HLA) der Fehmarnbeltquerung wird ab 2027 unter anderem zu massiver Verlärmung, starker Feinstaubentwicklung und zeitraubendem Umwegeverkehr führen. Die WUB setzt sich für ein intelligentes Phasenkonzept ein, um die Erreichbarkeit der Dorfschaften sicher zu stellen und die Trennwirkung der neuen Trasse während der Bautätigkeit von sechs Jahren zu minimieren.
Zusätzlich wurde der aktuell bekannt gewordene Nahverkehrsplan 2027-2031 des Landes Schleswig-Holstein diskutiert. Dieser Plan scheint mit der HLA nicht abgestimmt. Güter- und ICE-Fernverkehr nach Dänemark, Regionalexpresszüge und bis zu 5 neue S-Bahn Linien sollen auf nur zwei Gleisen bewegt werden. Dies wird nach Meinung der WUB zum Infarkt führen und nicht funktionieren. Die WUB wird diese Planung kritisch und konstruktiv begleiten.
Die WUB fordert nachdrücklich den Erhalt der Bäderbahn, sowohl als Bahnstrecke als auch deren Bestellung durch einen geeigneten Betreiber (zum Beispiel durch die S-Bahn). Die WUB fordert weiterhin die Aufrechterhaltung des Betriebs des existierenden Bahnhofs in Scharbeutz, die weichenfreie Verschwenkung der Bäderbahn an den neuen Bahnhof Haffkrug sowie den Verzicht auf den Haltepunkt Scharbeutz auf der HLA. Die WUB fordert zusätzlich den Halt auch von Regionalexpresszügen auf der Strecke Bad Schwartau - Eutin in der aufstrebenden Dorfschaft Pönitz.
Weiterhin wurde auf der Jahreshauptversammlung ein Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt. Hier geht es um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im Gemeindegebiet mittels Ausnutzung von Fördermitteln des Landes Schleswig-Holstein. Bezüglich des Baugebiets ,Scharrstücken‘ hat die WUB in vielen Ausschuss-Sitzungen die Interessen der Dorfschaft Scharbeutz und auch der betroffenen Bürger beharrlich vertreten. Die WUB unterstützt die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Scharbeutzer Einwohner. Die WUB fordert eine gemeindeweite maßvolle Bebauungsdichte und lehnt den derzeit bekannten Vorentwurf für das Gebiet Scharrstücken ab. Die WUB fordert ausreichend Abstand zum Friedhof, Trauernde wollen nicht beobachtet werden und die Totenruhe muss respektiert werden. Eine Bebauung im 30-Meter-Abstand zum Kammerwald lehnt die WUB ab.
Ein besonderes Anliegen bleibt die zielgerichtete Aufstellung und Ausrüstung der so wichtigen Feuerwehr in unserer Gemeinde Scharbeutz. Die WUB fordert hier insbesondere für das geplante Feuerwehrgerätehaus am Bövelstredder eine Lösung, die den Anforderungen der Feuerwehr der Dorfschaft Scharbeutz entspricht und auf der anderen Seite den finanziellen Spielraum der Gemeinde Scharbeutz nicht überfordert.“
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