Am Papenmoor entsteht die neue Kita der Lebenshilfe Ostholstein: Der Grundstein ist gelegt

Grundsteinlegung am Papenmoor
Vor den Augen von Bürgermeisterin Katrin Engeln (v.r.), Architekt Uwe Witaszak, Lebenshilfe Vorstand Jessica Groß und Mitarbeitern der bauausführenden Firma Gollan buddeln die Kinder ein Loch und versenken die „Zeitkapsel“. (Foto: SSE)

Bad Schwartau. Was lange währt: Vor einigen Wochen wurde in Rensefeld mit den Vorarbeiten für die neue Kindertagesstätte mit Therapiezentrum  begonnen, die die Lebenshilfe Ostholstein auf dem ehemaligen Rasenplatz des SV Olympia Bad Schwartau errichtet. Vor Kurzem fand die Grundsteinlegung statt. Zahlreiche Gäste konnte Lebenshilfe Vorstand Jessica Groß begrüßen. „Herzlich willkommen. Wir haben heute etwas ganz Besonderes vor. Unser schöner Bau wird heute eingeweiht und wenn er fertig ist werden wir hier rüberziehen“, sagte sie zur Kinder-Abordnung aus der Kita Am Papenmoor, die bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes noch in den benachbarten Räumlichkeiten am Sportplatz untergebracht ist.

„Aber das dauert noch. Wir fangen jetzt erst an. Und wenn man anfängt, setzt man einen Grundstein. Und das wollen wir heute machen.“

Allerdings hatten sich die Verantwortlichen um Jessica Groß, Architekt Uwe Witaszak und Jens Fricke von der bauausführenden Firma Gollan dafür etwas Besonderes ausgedacht. Statt der mit Zeitungen und Kleingeld gefüllten obligatorischen Zeitkapsel wurde eine Metalldose von Bad Schwartaus Bürgermeisterin Katrin Engeln handsigniert und beschriftet und mit Bildern bestückt, die die Kita-Kinder gemalt hatten.

Bestückt mit den gemalten Wünschen der Kinder für ihre neue Kita wurde die selbstgemachte Zeitkapsel eingegraben und später zubetoniert. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Thema: Was wünscht Ihr Euch von Eurer neuen Kindertagesstätte? Und da kam so einiges zusammen, wie sich herausstellte, als Engeln und Groß die Büchse öffneten und einige der gemalten Wünsche den Anwesenden präsentierten. „Da sind Sachen bei, an die haben wir noch gar nicht gedacht“, stellte Groß staunend fest.  So soll die Kita unbedingt mit einer Rutsche und einem Planetarium ausgestattet werden. Auch ein Kaugummiautomat muss da rein, eine Diskokugel und ein großes Bällebad ebenfalls.

In ihrer Rede begrüßte sie auch ihre Amtsvorgängerin Susanne Voss, die vor einigen Jahren die Idee zum Bau dieser Kita mit Therapiezentrum hatte und sich angesichts des großes Bedarfs an Kinder-Betreuungsplätzen in Bad Schwartau stark für die Verwirklichung dieser Idee eingesetzt hatte. Eigentlich sollte die Kita noch unter ihrer Amtszeit eingeweiht werden. Der Beschluss, diese zu bauen, wurde von der Politik bereits vor drei Jahren gefasst. Doch Unklarheiten bei den Besitzverhältnissen, was das Grundstück betrifft, auf dem die neue Einrichtung entsteht, sowie langwierige Verfahrensprozesse verzögerten den Baubeginn. Dennoch ließ es sich Susanne Voss auch in ihrem beruflichen Ruhestand nicht nehmen, bei der Grundsteinlegung dabei zu sein. „Es ist eben mein Baby“, sagte sie am Rande der Veranstaltung.

Dr. Katrin Engeln erklärte: „Es ist ein schönes und besonderes Ereignis für die Stadt Bad Schwartau und für mich persönlich, dass wir heute hier den Grundstein legen.“ In Hinblick auf die lange Vorlaufphase zwischen Beschlussfassung und Baubeginn sagte sie: „Ich hoffe, dass es jetzt ein wenig schneller weitergeht.“ Einen besonderen Dank richtete sie an die Lebenshilfe Ostholstein für die gute Kinderbetreuung in Bad Schwartau. „Wir sehen hier viele glückliche Kinder. Das ist das Wichtigste. Das macht Bad Schwartau lebenswert, insbesondere für junge Familien.“

Umringt von Eltern und weiteren Gästen machten sich die Kinder aus dem benachbarten Kindergarten schließlich daran, die zur Zeitkapsel umfunktionierte Metalldose in einem extra für diesen Bereich von Betonarbeiten ausgesparten Bereich  in den Sandboden einzugraben.

Mit dem Neubau will die Lebenshilfe Ostholstein die Zusammenarbeit ihrer Angebote enger verknüpfen. So verlässt die interdisziplinäre Frühförderung ihren jetzigen Standort am Petroleumhafen und zieht hier mit ein. Das Therapiezentrum hält Angebote der Heilpädagogik, Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie vor.

Der Neubau verfügt außerdem über eine moderne Küche, zwei Multifunktionsräume und einen Hauswirtschaftsbereich. Und, sehr zur Freude von Verwaltungschefin Katrin Engeln, sechs Gruppenräume. 60 Betreuungsplätze entstehen, was für die Stadt eine deutliche Entspannung bei den stark nachgefragten Kita-Plätzen bedeutet.

Die neue Kita in Rensefeld wird in Holzrahmenbauweise errichtet. Die dazu notwendigen Teile werden aktuell in Fahrenkrug (Kreis Segeberg) gefertigt und sollen in rund drei Wochen angeliefert werden. Zur kalten Jahreszeit hin soll das Dach auf dem Neubau sein und dann der Innenausbau beginnen.

Energetisch wird das Gebäude über Wärmepumpen und Photovoltaik versorgt.

In den ursprünglichen Planungen wurden die Kosten mit 5 Millionen Euro veranschlagt. Aufgrund der veränderten Gesamtsituation gehen die Planer nunmehr von mindestens 6 Millionen Euro aus.

Die neue Kindertagesstätte mit Therapiezentrum am Papenmoor der Lebenshilfe Ostholstein soll im Sommer 2024 bezugsfertig sein.

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