Artenschutz zum Anfassen: Studentinnen übergeben Insektenhotel an die Gemeinde Timmendorfer Strand

Studentinnen aus Lübeck übergeben Insektenhotel
Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strand, gab das Insektenhotel der Studentinnen aus Lübeck Louise Wiemers (v.li.), Shanice-Marie Leja, Remanka Krüger und Antonia Eickel frei. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Timmendorfer Strand. Wie lässt sich dem Insektensterben konkret entgegenwirken? Engagierte Studentinnen der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein aus der Hansestadt Lübeck geben darauf eine praktische Antwort.

Im dritten Semester ihres Studiums der Betriebswirtschaftslehre haben sie im Modul Projektmanagement die Aufgabe, ein eigenes Projekt zu entwickeln, zu leiten, durchzuführen und abschließend zu bewerten. Für das Team stand dabei von Anfang an fest: Ihr Projekt sollte einen Beitrag für die Umwelt leisten.

So entstand die Idee eines nachhaltigen Insektenhotels, das aktiv dem Rückgang wichtiger Insektenarten entgegenwirkt und gleichzeitig das Bewusstsein für deren Bedeutung stärkt.

Sie haben sich für die Fertigung eines solchen Insektenhotels entschieden, um dieses an die Gemeinde Timmendorfer Strand zu übergeben. Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke und seine MItarbeiterinnen Laura Hoffmann und Madelaine Engel­brecht aus dem Fachdienst Bauverwaltung und Umweltschutz haben als Standort den Kurpark an der Bergstraße ausgewählt, wo das Insektenhotel in der vergangenen Woche offiziell „eröffnet“ wurde. 

„Besonders in städtischen und küstennahen Regionen wie Timmendorfer Strand gehen natürliche Lebensräume zunehmend verloren. Klimawandel, fehlende Blühflächen und begrenzte Nistmöglichkeiten erschweren das Überleben vieler Insektenarten erheblich“, erklärten die Studentinnen ihre Entscheidung, die Gemeinde Timmendorfer Strand als Aufstellungsort auszuwählen.

Das entwickelte Insektenhotel schafft gezielt neue Lebensräume für Wildbienen, Käfer, Schwebfliegen und andere Bestäuber. Bei der Umsetzung wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Verwendet wurden natürliche und recycelte Materialien, darunter wetterbeständiges Lärchenholz. Die modulare Bauweise ermöglicht vielfältige Nistmöglichkeiten, die auf unterschiedliche Insektenarten abgestimmt sind. Der Standort im Kurpark von Timmendorfer Strand könnte dafür nicht geeigneter sein. Umgeben von Pflanzen und Blumen, die zusätzliche Nahrung bieten. Am Insektenhotel wurde zudem ein QR-Code angebracht, der auf eine Seite der Gemeinde verweist. Interessierte erhalten dort weitere Informationen.

Die Studentinnen verbinden in ihrem Projektmanagement-Vorhaben theoretisches Wissen mit einem aktuellen Umweltthema und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Förderung der Artenerhaltung in der Region. Damit setzen sie ein deutliches Zeichen dafür, dass nachhaltiges Handeln bereits im Kleinen beginnt und dennoch eine große Wirkung entfalten kann.

Verwaltungschef Partheil-Böhnke bedankte sich bei den Studentinnen für deren Engagement und betonte die wachsende Bedeutung des Arten- und Umweltschutzes.

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