Besserer Unterricht, mehr Lernerfolg: Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule holt sich „Schulfeedback“ ein

Schulfeedback
Stellten gemeinsam den „Schulfeedback“-Bericht vor: Katharina Birkhahn (v.l.) vom IQSH, Schulleiter Torsten Hardt, Schülervertreterin Maya und Elternbeiratsvorsitzende Mandy Dietz. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Bad Schwartau. Als erste Schule in Bad Schwartau hat sich die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) ein „Schulfeedback“ von Experten des Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) eingeholt. „Wir sind schon seit drei Jahren am Überlegen, was wir an unserer Schule verändern können, um der veränderten Schülerklientel sozio-kulturell gerecht zu werden“, erklärt Schulleiter Torsten Hardt. „Dabei haben wir gemerkt, wir müssen ganzheitlich auf unsere Schule schauen und daher in der Schulleitung beschlossen, dass wir aufs IQSH zugehen und haben uns zwei Schulentwicklungsberater an die Schule geholt.“ Das sind Lehrkräfte, die über das IQSH speziell auf die Analyse von Schulen geschult sind.

Das zweiköpfige Team „Schulfeed­back“ hat geguckt, wo sind die Stärken der ESG und wo können Impulse gesetzt werden, um den Unterricht an der Schule noch weiter zu verbessern und den Lernerfolg zu erhöhen. Die Schulentwicklungshelfer begleiten die ESG auch weiterhin über diese Analyse hinaus.

Anlass für die externe Bewertung sind nicht etwa geringe Schülerzahlen – 470 Schüler besuchen aktuell die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule in Bad Schwartau, jedes Jahr wechseln rund 85 Grundschüler an die weiterführende Schule. Vielmehr ist es die in schlechten Jahren mit bis zu zehn Prozent hohe Anzahl der Schüler, die ohne den Ersten Schulabschluss  (ESA) die Schule verlassen.

„Das war zwar letztlich ausschlaggebend. Aber uns geht es generell darum, alle zu einem bestmöglichen Abschluss zu führen. Auch die Schüler mit Mittlerem Schulabschluss und auch die guten ESA-Schüler. Also für alle wollen wir Verbesserung bewirken“, erklärt Torsten Hardt.

Jetzt haben die externen Lehrkräfte aus Kiel ihre erste Analyse abgeschlossen und einen entsprechenden Bericht vorgelegt. Mit Schulleiter Torsten Hardt, der Schulelternbeiratsvorsitzenden Mandy Dietz und Schülersprecherin Maya hat Katharina Birkhahn vom IQSH als „Verfahrensleiterin ESG“ den entsprechenden Bericht jetzt vorgestellt.

Im Vorfeld der eigentlichen Analyse wurde zunächst eine Online-Befragung unter Schülern, Eltern, Lehrern und Mitarbeitern des ESG durchgeführt.

Im September war das „Schulfeed­back“-Team des IQSH dann an zwei Tagen persönlich in Bad Schwartau, hat Unterrichte besucht und Interviews durchgeführt.

„Eine hiesige Lehrkraft hat gesagt: ,Unsere Schule ist bunt und vielfältig, Kollegialität wird hier großgeschrieben‘. Das ist auch tatsächlich das, was wir wahrgenommen haben“, schildert Katharina Birkhahn und hebt die herausgearbeiteten Stärken der Bildungseinrichtung hervor. Dazu zählen zunächst einmal die Digitaliserung, Arbeiten mit digitalen Medien und digitales Lernen sowie eine hohe Zufriedenheit der Schüler. „Sie kommen sehr gerne hierher“, bilanziert sie.

Auch die Beziehung zwischen Lehrkräften und Lehrern habe sie als sehr „wertschätzend und auf Augenhöhe“ empfunden und in den Unterrichten eine sehr positive Arbeitsathmosphäre wahrgenommen.

Das gelte auch für die Schulleitung und das Kollegium. Darüber hinaus seien ebenso alle weiteren ESG-Mitarbeiter hoch engagiert.

Die „Lebendige Gebäudegestaltung“ sei ebenfalls eine der Stärken der ESG, so die Bewertung des Berater-Teams. „Überhaupt ist es hier sehr sauber und das Schulgebäude sehr gepflegt. Ich bin selber Lehrerin. Das ist nicht selbstverständlich“, verrät Katharina Birkhahn.

Die zufriedene Elternschaft als auch  ein zufriedener Schulelternbeirat fielen ebenfalls positiv ins Gewicht. Im Interview hätten sich die Eltern durchweg positiv geäußert. „Das zeigte uns, was für eine tolle Arbeit hier an der Schule geleistet wird“, sagt sie.

Das bestätigt auch Mandy Dietz: „Wir wohnen in Pönitz und haben uns dennoch sehr bewusst die ESG ausgesucht. Ich arbeite als Schulbegleitung und habe mich unter Kollegen und Lehrkräften umgehört. Als unsere Tochter hierherkam, hatte sie einige Defizite. Wir sind so glücklich, dass wir diese Entscheidung getroffen haben, weil sie hier so gut aufgefangen wurde. Sie ist als scheues Mädchen zur ESG gegangen, jetzt ist sie Klassensprecherin.“

Von „Schwächen“ der Schule will die IQSH-Pädagogin in ihrer Bewertung dagegen nicht sprechen. „Vielmehr sind es Stellschrauben, an denen man stellen kann, damit man es schafft, die Leistungen der Schüler zu verbessern.“

So nutzten zwar viele Lehrkräfte statt Frontalunterricht „Kooperative Lernformen“, also die Zusammenarbeit mit einem Partner oder auch in Gruppen, in denen sich die Schüler austauschen und so ihr Ziel erreichen. „Der Lehrer hat da eher eine beratende Funktion und die Möglichkeit, in diesen Phasen gezielt ,schwächere‘ Schüler zu unterstützen“, weiß Katharina Birkhahn, rät jedoch, dass Gruppenarbeit nicht als Ausnahme, sondern regelmäßig und in allen Fächern genutzt werden solle.

In ihrem Bericht sprechen sich die Schulentwicklungshelfer außerdem dafür aus, Schuljahrgangsteams zu stärken, indem optimalerweise angestrebt werden soll, dass die Lehrkräfte von der 5. bis zur 9. Klassen unterrichten. „Kontiunität bringt Schülern Ruhe und Sicherheit, weil sie die Lehrkräfte kennen, und sie können sich aufeinander einstellen. Für die Lehrer bietet sich so die Chance, dass in einem eingespielten Team gearbeitet wird“, erkärt die IQSH-Expertin.

„Schüler brauchen klare Strukturen und Bindung für Lernerfolg“, ergänzt Schulleiter Hardt dazu.

Als letzten Impuls für einen verbesserten Unterricht schlägt der Bericht „Kollegiale Hospitation“ vor: eine Lehrkraft besucht den Unterricht der anderen und gibt kriterienorientiert Rückmeldung. Birkhahn: „Wir glauben, dass das sehr effektiv wäre in Bezug auf die Leistungen der Schüler“, sagt Kathrin Birkhahn und betont, dass mit der bisherigen Analyse nichts abgeschlossen sei: „Das ist ein Prozess. Und nichts, was wir hier vorschlagen ist etwas Erzwungenes und muss umgesetzt werden.“

Zu den vorgeschlagenen Impulsen sagt Torsten Hardt: „Das muss sich nun aus dem Kollegium heraus entwickeln.“

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