Brandschutzausschuss der Gemeinde Scharbeutz: Standort-Entscheidung für neues Feuerwehrhaus ist gefallen

Brandschutzausschuss Scharbeutz hat entschieden
Der Brandschutzausschuss hat sich jetzt für einen Standort entschieden. Die Tribüne im Saal des Kurparkhauses war bei der Sitzung bis auf den letzten Platz mit Feuerwehrmitgliedern besetzt. (Foto: René Kleinschmidt)

Scharbeutz. Der Brandschutzausschuss der Gemeinde Scharbeutz hat sich jetzt für den Standort eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Scharbeutz entschieden: Das neue Feuerwehrhaus soll am Bövelstredder/Ecke Luschendorfer Straße (L 102) gebaut werden. Die Mitglieder des Ausschusses haben sich in der vergangenen Woche einstimmig für den Standort auf der jetzigen Koppel ausgesprochen. Die Gemeindevertreter sollen dieser Empfehlung am heutigen Abend folgen.

In mehreren Sitzungen des Brandschutzausschusses, zuletzt am 13. Dezember 2022, wurde über die Standorte für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Scharbeutz beraten. Nach anfänglich mehreren voraussichtlich möglichen Standorten, wurden nach einer Machbarkeitsstudie vom 23. September 2021, der genaueren Untersuchungen einer Fachfirma für die Grundstücke Ostseestraße, Speckenweg und Hamburger Ring vom 13. Dezember 2022 sowie der nachträglichen Untersuchung des Grundstückes Bövelstredder die jetzige Entscheidung einvernehmlich mit Politik, Verwaltung und Feuerwehr auf die beiden Grundstücke Bövelstredder und Speckenweg beschränkt. Eine von der Verwaltung erstellte Matrix hat die Vor- und Nachteile sowie problematisch zu betrachtende Punkte der beiden Grundstücke wiedergegeben und bewertet diese unter Berücksichtigung einer auf den Brandschutz ausgelegten Gewichtung.

Obwohl das Grundstück am Bövelstredder im Vergleich zum Sportplatz am Speckenweg schlechter abgeschnitten hat, ist die Entscheidung jetzt für diesen Standort gefallen. In der „Entscheidungsmatrix geeigneter Standorte“ wurden beide Grundstücke nach den Kriterien Brandschutz, Baurecht, Akzeptanz der Bevölkerung, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit bewertet. Der Standort „Sportplatz Speckenweg“ hat bei der Bewertung insgesamt 220 Punkte erhalten und der jetzt gewählte Standort „Luschendorfer Straße/Bövelstredder“ lediglich 165 Punkte. Nachdem sich die Mitglieder des Brandschutzausschusses im Dezember 2022 nicht für den von der Feuerwehr favorisierten Standort am Speckenweg entschieden haben, meldeten sich die meisten Feuerwehrleute für mehrere Tage vom Dienst ab und die Freiwillige Feuerwehr Scharbeutz war nicht mehr dienstfähig. Bei einem gemeinsamen Gesprächstermin zwischen Feuerwehrführung, Politik, Verwaltung und Bürgermeisterin hat man sich schließlich darauf geeinigt, ein Gutachten für das Grundstück Bövelstredder abzuwarten, um eine Entscheidung zu treffen.

Vor- und Nachteile laut „Entscheidungsmatrix“

Der Sportplatz am Speckenweg, der nur noch von den Football-Spielern der Ostholstein Vikings genutzt wird, befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Für das Grundstück am Bövelstredder fallen Erbpachtkosten von rund 500.000 Euro für 20 Jahre sowie weitere Kosten für Lärmschutz an. Ein eventuell notwendiger Kreisverkehr an der Ecke Luschendorfer Straße/Bövelstredder schlägt mit rund 1,2 Millionen Euro zu Buche. Beide Grundstücke müssen noch erschlossen werden. Am Speckenweg liegen bereits Ver- und Entsorgung. Der Bövelstredder muss komplett neu erschlossen werden. „Der Bövelstredder hat eine Ortsrandlage, jedoch einen sehr guten Baugrund, der unproblematisch bebaut werden kann. Der Speckenweg kann nur mit Tiefgründung bebaut werden und es könnten Folgekosten für die Konsolidierung der Außenflächen entstehen,“ heißt es in der Entscheidungsmatrix. Aufgrund der kostenintensiven Tiefgründung und der insgesamt schwierigen Baugrundverhältnisse wird der Standort Speckenweg mit 1 Punkt (möglich) und der Standort Bövelstredder mit 3 Punkten (sehr gut möglich) bewertet. Außerdem müsste bei einer Entscheidung für den Speckenweg die Brücke Kronshörn in jedem Fall schnellstmöglich ertüchtigt werden, was auch Kosten von rund 1,2 Millionen Euro mit sich bringen würde.

Gemeindevertretung entscheidet heute endgültig

In ihrer heutigen Sitzung im Haffhuus in Haffkrug müssen die Gemeindevertreter endgültig den Standort beschließen. Die Verwaltung wird dann beauftragt, die weitere Planung an diesem Standort zu betreiben. Für die Freiwillige Feuerwehr Scharbeutz inklusive Jugend- und Kinderfeuerwehr soll dann in den nächsten vier bis fünf Jahren ein Gerätehaus auf zwei Ebenen und mit rund 3.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen.

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