Die Freiwillige Feuerwehr Horsdorf hat ihr neues Einsatzfahrzeug

Neues MLF Horsdorf
Auch der anfängliche Dauerregen tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Auf dem Dorfplatz nahmen Ortswehrführer Sven Asmußen (l.) und seine Kameraden das neue MLF von Stockelsdorfs Bürgermeisterin Jula Samstleben entgegen. Foto: Stefan Setje-Eilers

Stockelsdorf/Horsdorf. Am Freitag, dem 13. April 2018 kam es aufgrund eines technischen Deffekts zu einem Brand im Gerätehaus der Freiwillgen Feuerwehr Horsdorf. Neben dem Gebäude wurde ebenso das damalige Feuerwehrfahrzeug schwer beschädigt und war nicht mehr einsatzfähig (der reporter berichtete). Auf dem Dorfplatz in Horsdorf wurde jetzt das neue Feuerwehrfahrzeug im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergeben.

Dabei schienen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Horsdorf abermals vom Pech verfolgt zu sein. Bei strömendem Regen hießen Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben und Ortswehrführer Sven Asmußen die Gäste willkommmen.

Nachdem der anfängliche Dauerregen dann doch noch aufhörte und sich die dunklen Wolken über dem Dorfplatz allmählich verzogen, unkte Harald Werner am Anfang seiner Grußworte: „Mit der Sonne kommt der Kreispräsident“, und blieb im Bild: „Politik und Verwaltung lassen die Feuerwehr nicht im Regen stehen. Heute ist ein besonderer Tag in Horsdorf.“ Auch der Kreis Ostholstein sei an der Anschaffung des neuen Fahrzeugs mit rund 28.000 Euro beteiligt. Er freue sich immer wieder, „wenn wir als Kreis auch den Ortswehren unter die Arme greifen können.“

Verwaltungschefin Julia Samtleben sagte anschließend: „Wir sind als Gemeinde zuständig für die Ausrüstung im Brandschutz. Und wir alle, Gemeindevertretung und Gemeindeverwaltung, legen dabei Wert auf eine hervorragende Ausstattung.“

Auch sie erinnerte nochmals an den 13. April vor zwei Jahren. „Ein Schwarzer Tag für die Feuerwehr Horsdorf. Das alte Fahrzeug brannte völlig aus. Das eigene Fahrzeug zerstört, das Haus quasi unbewohnbar. Damit die Wehr weiterhin einsatzbereit bleiben konnte, half die Nachbarwehr aus Bad Schwartau mit einem Ersatzfahrzeug aus. Dafür möchte ich der Stadt Bad Schwartau und der Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld nochmals herzlich danken.“ Schnelle und unbürokratische Hilfe habe es auch aus Kiel und Eutin gegeben, durch die Zusage umgehender finanzieller Hilfe.

Die Dorfgemeinschaft Horsdorf sei beispielhaft für das dörfliche Gemeinschaftsleben, lobte sie außerdem. „169 Einwohner, davon 29 Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr und zusätzlich acht Ehrenmitglieder. Das sind mehr als 15 Prozent der Bevölkerung. Die Feuerwehr ist damit eine, wenn nicht die Säule der dörflichen Gemeinschaft.“

Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um ein 12 Tonnen schweres Mittleres Löschfahrzeug (MLF) – ein neu entwickelter Fahrzeugtyp, der die Lücke zwischen einem Tragkraftspritzenfahrzeug und einem Lösch­gruppenfahrzeug schließen soll.

Im Gegensatz zum alten Fahrzeug, das 750 Liter Wasser laden konnte, sind hier 1.600 Liter für den Erst­angriff an Bord. Ausgestattet ist es mit vielen Metern Schläuchen, unter anderem ein 520 Meter langer B-Schlauch, sowie vielen weiteren Extras.

Sven Asmußen stellte dazu klar, dass die Feuerwehr Horsdorf auch auf Kreisebene aktiv sei und das Fahrzeug daher durch zahlreiche Sondergenehmigungen derart üppig ausgestattet werden konnte.  Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 241.000 Euro. Mit knapp 93.000 Euro beteiligt sich das Land Schleswig-Holstein daran, der Kreis Ostholstein exakt mit 28.440 Euro.

Es sei ein Haufen Arbeit gewesen, das Fahrzeug zu planen, ließ Asmußen wissen. „Vielen Dank für dieses Arbeitsgerät“, sagte er in Richtung Bürgermeisterin. „Mit diesem Fahrzeug sind wir weit vorne, können schnell und aktiv eingreifen.“

Auch Landesbrandmeister Frank Homrich, der sich schon damals unmittelbar nach dem Fahrzeugbrand ebenso wie Kreisbrandmeister Thorsten Plath vor Ort ein Bild von der Lage der Feuerwehr Horsdorf gemacht hatte, ließ es sich nicht nehmen, bei der Fahrzeugübergabe dabei zu sein: „Wir haben Gas gegeben mit dem neuen Auto“, lobte er die rasche Ersatzbeschaffung. Lob hatte er ebenso wie seine Vorrednerin Julia Samtleben für die Personalsituitation in Horsdorf im Gepäck.  „15 Prozent der Bevölkerung sind hier in Horsdorf in der Freiwilligen Feuerwehr. Das ist schon herausragend“. In seiner Heimatwehr in Wedel liege der Anteil der freiwilligen Einsatzkräfte gerade einmal bei einem Prozent.

Die Grüße des Kreisfeuerwehrverbandes überbrachte Michael Hasselmann für den erkrankten Kreiswehrführer Thorsten Plath. Der stellvertretende Kreisbrandmeister stellte dabei klar, dass der Kreis Ostholstein mit seiner Beteiligung an dem Fahrzeug „gar nicht dran gewesen wäre“, sondern eigentlich einzig das Land Schleswig-Holstein. „Diese knapp 30.000 Euro kommen also noch einmal on top auf die Gesamtsumme“, dankte er Kreispräsident Harald Werner für diese Geste.

Die letzten Grußworte waren Stockeldorfs Gemeindewehrführer Günter Volgmann vorbehalten. Er sei ebenfalls in die Planung des neuen Fahrzeugs mit eingebunden gewesen, ließ er eingangs wissen. Und: „Wir haben uns viele Gedanken gemacht und rausgekommen ist ein Auto das landauf, landab für Furore sorgt. Ich habe schon Anrufe bekommen von anderen Wehren, die sich dieses Fahrzeug als Muster ansehen wollen.“ Das Fahrzeug sei auf die Bedürfnisse des Ortes Horsdorf, der Kreisfeuerwehrbereitschaft   und der Gemeinde Stockelsdorf zugeschnitten und konzipiert. Das war wirklich ein Haufen Arbeit“, pfichtete er Sven Asmußen bei.

Auch Volgmann lobte die schnelle Hilfe durch das Land und den Beitrag des Kreises und wünschte den Horsdorfer Feuerwehrleuten „Allzeit gute Fahrt“.

Im Anschluss ging es vom Dorfplatz zum Feuerwehrgerätehaus, wo die Feierstunde unter „Coronabedingungen“ mit dem geselligen Teil fortgesetzt wurde.

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