Gemeinde Ratekau legt ausgeglichenen Haushalt 2021 vor

Haushalt Ratekau
Wenn auch mit deutlich mehr Abstand: Traditionell in der Woche vor dem 3. Advent stellten Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (l.) und „Schatzmeister“ Hans-Jürgen Krause den Haushaltsplan für das nächste Jahr vor. (Foto: Stefan Setje-Eilers)

Ratekau. Der Haushaltsplan 2021 der Gemeinde Ratekau steht. Am vergangenen Donnerstag wurde er von der Gemeindevertretung abgesegnet. Tags zuvor hatten Bürgermeister Thomas Keller und Kämmerer Hans-Jürgen Krause das Zahlenwerk der lokalen Presse vorgestellt.

Demnach schließt die Gemeinde Ratekau das Jahr 2021 mit einem leichten Plus von 43.000 Euro ab.

„Der Haushalt ist im Ergebnis ausgeglichen. Das war ein echter Kraftakt, zumal wir ja nicht wissen, wie sich Corona entwickelt – auch in den kommenden Jahren“, kommentiert Ratekaus Verwaltungschef den Entwurf.

Zum einen habe die Finanzausgleichsreform mit nicht konkret vorhersehbaren Größenordnungen die Planungen für den Haushalt des kommenden Jahres nicht leicht gemacht – so kalkuliere das Land etwa bei der Berechnung der Straßenkilometer mit anderen Zahlen als die Gemeinde Ratekau, nennt Keller ein Beispiel.

Zweiter Knackpunkt sei die corona­bedingt auf Anfang 2021 verschobene Kitareform. Unter anderem durch einen veränderten Personalschlüssel „soll hier war eine Qualitätssteigerung in den Kindertageseinrichtungen erreicht werden, aber auf die Kommunen kommt eine erhebliche Belastung zu“, macht Ratekaus Verwaltungschef  deutlich und nennt Zahlen. In 2019 habe der kommunale Anteil der Kinderbetreuung für die Gemeinde Ratekau noch bei knapp 2,7 Millionen Euro gelegen. „In diesem Jahr liegen wir bei 2,96 Millionen Euro. Allerdings waren hierin auch die Kosten für die Einrichtung einer weiteren Kitagruppe bereits mit enthalten. Durch die Kitareform liegen wir für 2021 bei knapp 3,5 Millionen.“

Insgesamt umfasst der Haushalt der Gemeinde Ratekau ein Volumen von rund 30 Millionen Euro. Davon fließen 7 Millionen in Investitionen. Die größten Einzelmaßnahmen sind dabei die Sanierung der Sporthalle Sereetz im zweiten Bauabschnitt, die mit 980.000 Euro zu Buche schlägt, die Umsetzung des Digitalpaktes mit 563.000 Euro, der Neubau des Feuerwehrhauses in Ovendorf (2. Bauabschnitt), für den rund 500.000 Euro veranschlagt werden, sowie der Ausbau der Hauptstraße (ebenfalls 2. Bauabschnitt) mit 550.000 Euro.

Die höchste Summe wird jedoch in die Erschließung eines Bebauungsplanes investiert. Beim „B-Plan 69“ handelt es sich um das Gelände der ehemaligen Integrierten Gesamtschule (IGS) Pansdorf in der Eutiner Straße.

Ein neues Wohngebiet mit Einfamilien- und Doppelhäusern sowie Wohnungen für den sozialen Wohnungsbau sind hier geplant. Knapp 120 Wohneinheiten werden am ehemaligen Container-Standort der IGS enstehen.

Für die Erschließung sind knapp 1,36 Millionen Euro im Haushalt  eingeplant. „Wir nehmen dafür einen Kredit auf, den wir allerdings über den Verkauf der Grundstücke auch schnell wieder ablösen werden“, erklärt Thomas Keller.

Stichwort „Kreditaufnahme“. Das letzte Mal, dass die Gemeinde Ratekau sich Geld leihen musste, war im Jahre 2016. „Wir haben unsere Haushaltsplanungen der letzten Jahre immer so angelegt, dass wir unsere Bürger nicht belasten.“ Ohnehin liege man bei den Abgaben an die Gemeinde im kreisweiten Vergleich in vielen Bereichen ganz weit unten. So müssten beispielsweise keine Straßenausbaugebühren gezahlt werden und die Kitagebühren zählten zu den niedrigsten in ganz Ostholstein.

Allerdings gehen Preissteigerungen auch an Ratekau nicht einfach so vorbei. „Daher werden wir die Grundsteuer um 9 Prozent anheben müssen“, so der Verwaltungschef, der dabei betont, dass auch diese kreisweit zu den niedrigsten zähle.

Die Erhöhung fällt jedoch moderater aus als sie sich zunächst anhört. Keller: „Auf einen durschnittlichen Haushalt kommen jährlich zwischen 15 und etwas über 40 Euro an Mehrbelastung zu.“

Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt zum Jahresende rund 2,9 Millionen Euro. Pro Kopf gerechnet sind das exakt 186,36 Euro – relativ gesehen, ein richtig guter Wert, denn: „Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt im Landesdurchschnitt bei über 1.000 Euro“, macht Keller deutlich.

Und so zeigt man sich in Ratekau denn auch recht zufrieden mit der finanziellen Situation in Corona-Zeiten. „Es ist schon erstaunlich, dass sich das alles doch noch so gut entwickelt hat“, so Kämmerer Hans-Jürgen Krause abschließend.

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