Gemeindefeuerwehr Ratekau: Führungsspitze im Amt bestätigt

Ziemann und Westphal wiedergewählt
Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (li.) und Bürgervorsteher Daniel Thomascheski (re.), Gemeindewehrführer Christian Ziemann (mi.) und sein 1. Stellvertretreter Dirk Westphal (2.v.re.), sowie Knut Hansen, 2. Stellvertreter. Fotos: SSE

Ratekau. Am vergangenen Freitagabend fand die jüngste Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Ratekau in der Mensa der Cesar-Klein-Schule in Ratekau statt.

Wichtigster Punkt der Tagesordnung war dabei die Wahl des Gemeindewehrführers und eines stellvertretenden Gemeindewehrführers.

Seit der Beschlussfassung im Jahr 2018 führen die Feuerwehren der Gemeinde Ratekau ihre Hauptversammlung als Delegiertenversammlung durch. Somit waren nach dem aktuellen Delegiertenschlüssel 41 Wahlberechtigte vor Ort.

Und sie waren sich einig. Christian Ziemann an der Spitze und seine beiden Stellvertreter Dirk Westphal und Knut Hansen (stand nicht zur Wahl) haben in der Dreierkonstellation in den letzten sechs Jahren gute Arbeit geleistet. Entsprechend votierten 40 Delegierte für Christian Ziemann (eine Enthaltung), Dirk Westphal erhielt 38 Stimmen (drei Enthaltungen).

Ratekaus im Amt bestätigter Gemeindewehrführer hatte im Vorfeld der Wahl auf die Veränderungen im Einsatzbereich der Freiwilligen Feuerwehren hingewiesen. „2024 habe ich hier, an gleicher Stelle von den Veränderungen in der Welt, und damit verbunden, auch den Veränderungen im Feuerwehrwesen in nahezu allen Bereichen gesprochen sowie der damit einhergehenden Bereitschaft der Feuerwehren, sich diesen Veränderungen zu stellen und anzupassen.“ Die Digitalisierung schreite unaufhaltsam voran, Normen und Richtlinien in Bereichen des Brandschutzes würden aktualisiert und angepasst.

„Auch, wenn viele Ereignisse die Arbeiten in den Feuerwehren nicht unmittelbar betreffen, sie machen es zumindest nicht einfacher und vor allem nicht kostengünstiger“, nannte er ein Beispiel: „Im Jahre 2023 lag der Beschaffungspreis für ein Löschfahrzeug 10 (LF 10) mit Beladung zwischen 450.000 und 480.000 Euro. Im Jahre 2025 kostet das gleiche Fahrzeug mehr als 90.000 Euro mehr. Tendenz weiter steigend.“

Auch das Einsatzgeschehen der Feuerwehren habe sich verändert. Das habe die Silvesternacht „bei uns in Ratekau“ gezeigt. „Während zirka 200 Einsatzkräfte aus diversen Gemeinden einen Großbrand bekämpfen und die Bewohner ihr zu Hause verlieren, wird um uns herum munter weitergeböllert. So müssen wir auch zukünftig damit rechnen, dass auf den Einsatzstellen auch mal nicht alles so reibungslos ablaufen kann, wie wir es gewohnt sind.“

Die Feuerwehren der Gemeinde Ratekau sind 2025 zu 252 Einsätzen im eigenen Bereich ausgerückt und haben zusätzlich noch 107-mal nachbarschaftliche Löschhilfe geleistet. Das sind neun Einsätze weniger als im Vorjahr.

Auch das Jahr 2025 hat dabei gezeigt, dass das Einsatzaufkommen sich im Wesentlichen auf Hilfeleistungseinsätze im Bereich Unwetter, Türöffnungen, und Kleinbrände aufteilt. Bedauerlicherweise waren auch 2025 wieder schwere Einsätze mit insgesamt 35 verletzten Personen dabei.

Zum 31. Dezember verzeichneten die Feuerwehren mit 32 weiblichen und 230 männlichen Kameraden einen Gesamtstand von 262 aktiven Mitgliedern. Bei den Jugendlichen Mitgliedern setzte sich das Ergebnis am Jahresende 2025 wie folgt zusammen: 22 weibliche und 44 männliche Mitglieder aus den drei Jugendabteilungen ergeben insgesamt 66 Jugendliche. Die Kinderfeuerwehr der FF Ovendorf zählte zum

Stichtag 13 Kinder, davon zwei weibliche und elf männliche.

In seiner letzten Rede als oberster Dienstherr der acht Ortswehren überbrachte Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller die Grüße der Gemeinde Ratekau. Er freue sich auf die letzten großen Ereignisse in seiner auslaufenden Amtszeit und wies auf die beiden 100-jährigen Jubiläen der Freiwilligen Feuerwehren Ovendorf und Offendorf hin.

18 Jahre seien eine bewegende Zeit gewesen. Er lobte die Zusammenarbeit mit den „drei tollen Gemeindewehrführern“, Egon Fiehn, Dennis Puls und aktuell Christian Ziemann, und betonte, wie wichtig es sei, beim Bau der Feuerwehrhäuser gut dazustehen. „Denn es ist mittlerweile viel zu kompliziert, Feuerwehrhäuser neu zu bauen.“ Heutzutage sei es einfacher, einen Discounter zu bauen, als ein Feuerwehrhaus. Gleichzeitig gab er bekannt, dass es neben Sereetz und nunmehr auch Planungssicherheit für das neue Feuerwehrhaus Offendorf gibt. Zudem lobte er die stetig steigende Zahl an Mitgliedern in der Gemeinde und die ausgesprochen hohe Verlässlichkeit auf alle Feuerwehreinsatzkräfte in der Gemeinde.

Im Anschluss wurden Lena Sophie Schiffner (FF Sereetz) zur Feuerwehrfrau und Rainer Henning (FF Techau) zum Löschmeister befördert.

Christoph Busch (FF Sereetz) wurde für zehn Jahre Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr geehrt. Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Thorsten Wieneke ausgezeichnet.

Bürgervorsteher Daniel Thomaschewski (li.), Bürgermeister Thomas Keller (re.) und Gemeindewehrführer Christian Ziemann (2.v. re.) mit den Beförderten und Geehrten (v.li.): Thorsten Wieneke, Christoph Busch, Rainer Henning und Lena Sophie Schiffner. Fotos: Stefan Setje-Eilers

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