L 309 im Bereich Riesebusch: Brückenneubau in Bad Schwartau vorerst auf Eis gelegt

Brückenneubau in BS
Die Brücke an der L309 in Bad Schwartau ist marode und muss erneuert werden. Doch das Vorhaben ist ins Stocken geraten. Wie es hier weitergeht, ist noch nicht geklärt. Foto: Stefan Setje-Eilers

Bad Schwartau. Seit der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) angekündigt hat, in Bad Schwartau die marode Brücke, die neben der Seniorenresidenz Geertz am Riesebusch als eine der Hauptverkehrsadern über die Au führt, ersetzen zu müssen, schlägt das Thema in der Stadt und im Umland hohe Wellen. Denn diese Maßnahme soll dem Vernehmen nach ohne provisorischen Ersatzbau vorgenommen werden. Ein ganzer Stadtteil wäre damit über mehrere Monate abgeschnitten – auch von der Notfallversorgung.

Momentan herrscht in dieser Angelegenheit jedoch Stillstand. Hintergrund: Bad Schwartaus Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann hat sich auf den Weg nach Münster gemacht. Zur dortigen Kanzlei „Baumeister“, die die Stadt Bad Schwartau schon bei der Klage gegen die Hansestadt Lübeck wegen der IKEA- beziehungsweise LUV-Ansiedlung in Dänischburg erfolgreich betreut hatte.

In einem mit Verwaltungschef Brinkmann aufgesetzten Schreiben an den LBV mahnen die Juristen bei der geplanten Brückenerneuerung unter anderem Mängel bei der Umweltverträglichkeitsprüfung an. Scheinbar mit Erfolg. „Auf unsere juristische Nachfrage hat der LBV sinngemäß geantwortet, die Kapazitäten, die ihm zur Verfügung stehen, erst einmal an anderer Stelle einzusetzen“, teilt Bad Schwartaus Bauamtsleiter Thomas Sablowski mit.

Sprich: Der LBV will erst einmal dort Maßnahmen im Land abarbeiten, wo es keine Widerstände gibt. Und das ist an der Schwartau eben nicht der Fall.

Dass die Brücke erneuert werden muss, ist damit natürlich nicht vom Tisch. Im bisherigen Vorgehen des LBV hält Sablowski allerdings auch einen anderen Aspekt zumindest für fragwürdig: Dadurch, dass wesentliche bauliche Veränderungen vorgenommen werden, hätte er ein Planfeststellungsverfahren für notwendig erachtet. „Dabei hätten dann auch die Betroffenen gehört werden können. Und da wäre ja auch die Gelegenheit gewesen, die Thematik Rettungsdienst, Feuerwehr mitabzuarbeiten. Man muss ja mal sehen, dass wir nicht einfach einen ganzen Stadtteil von der Notfallversorgung abriegeln können. Dafür gibt es zurzeit keine Lösung. Und unsere ganzen Bemühungen, das auf der Arbeitsebene hinzubekommen mit dem Landesbetrieb war nicht mit Erfolg gekrönt.“

Und weiter: „Wir sind an Gespächen interessiert und versuchen, jetzt eine Lösung hinzubekommen. Wir unterstützen das. Aber nicht so, dass wir einen ganzen Stadtteil von der Rettungsversorgung abschneiden.“

Mögliche Lösungen könnten ganz unterschiedlich  aussehen, sagt Bad Schwartaus Bauamtschef und nennt als Beispiele, etwa die Feuerwehr Lübeck mit ins Boot zu nehmen oder während der Bauzeit in Ratekau noch einen Rettungswagen zu stationieren. „Wir haben ja nur einen Leiterwagen in Bad Schwartau und da können wir uns dann entscheiden: Steht er rechts oder links von der Brücke.“

Nach Sablowskis Angaben seien die LBV-Verantwortlichen dagegen der Meinung, alles Erforderliche beachtet zu haben, sähen jetzt aber, dass die Stadt den Zugriff auf die notwendigen Flächen verweigert und kümmern sich eben um andere Baustellen.

Dass die Brücke über die Schwartau im Riesebusch saniert werden soll, stehe ja schon eine gewisse Zeit lang im Raum. „Wir waren aber als der LBV im September vor einem Jahr auf uns zukam und gleich im Februar darauf loslegen wollte, personell nicht so aufgestellt, dass wir alles parallel machen können.“ Denn zeitgleich bereitete auch die Brücke in der Kaltenhöfer Straße Probleme und muss aktuell ebenfalls saniert oder erneuert werden.

„Wir haben dort Voruntersuchungen an der Brücke in der Kaltenhöfer Straße gemacht, was ganz aktuell in diesen Tagen zur weiteren Gewichtsreduzierung  geführt hat, was die Achslast für dreiachsige Busse angeht.“ Die Brücke soll im kommenden Jahr saniert oder erneuert werden.

Vorteil dabei: Der Umleitungsverkehr ist dann ein anderer, als der, der er jetzt wäre. Denn im Falle einer Schließung der L 309 durch den Brückenab- und Neubau ist die Kaltenhöfer Straße eine wichtige Ausweichsverbindung, die bei zeitgleicher Sperrung der dortigen Querung ebenfalls weggefallen wäre.

Je nach monetärer Abwägung soll die Brücke in der Kaltenhöfer Straße im  nächsten Jahr saniert oder erneuert werden, wenn die Politik die Mittel bereitstellt.

Bezüglich der Brücke an der L 309 wolle man sich möglichst noch dieses Jahr mit dem LBV austauschen und eine Lösung finden. Der LBV benötigt die Flächen der Stadt, damit die Maßnahme umgesetzt werden kann. „Das wollen wir ja auch alles positiv begleiten. Aber eben mit einer Lösung, die auch für den Ortsbereich funktioniert“, so Sablowski.

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