Neue Verkehrsführung ab 2. November in Travemünde

Verbesserter Verkehrsfluss – mehr Sicherheit - Erreichbarkeit bleibt gewährleistet

Neue Verkehrsführung
Die neue Verkehrsregelung macht Travemündes Altstadt verkehrssicherer und gewährleistet weiterhin eine gute Anbindung an den ÖPNV. (Quelle: Hansestadt Lübeck)

Travemünde. Um den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit im Stadtteil Travemünde zu verbessern, werden zum 2. November folgende neue Verkehrsregelungen umgesetzt:
– Das Linksabbiegen vom Gneversdorfer Weg in die Torstraße ist nicht mehr möglich. Die bestehenden drei Fahrstreifen werden zugunsten von zwei neuen Fahrstreifen neu geordnet.
– Die Einbahnstraßenregelung in der Kurgartenstraße wird gedreht.

Die Umsetzung nahezu sämtlicher Maßnahmen wird zum 1. November abgeschlossen sein. Am 2. November erfolgt als letzte Maßnahme die Beschilderung zur Umkehrung der Einbahnstraßenregelung in der Kurgartenstraße. Bis die neuen Einbahnstraßen- und Vorfahrtsbeschilderungen eingerichtet sind, wird die Kurgartenstraße voll gesperrt, um ungewollten Begegnungsverkehr auszuschließen. Die Busse der Linien 30, 31, 33 und 35 fahren an diesem Tag eine Umleitung. Ab dem 3. November befahren mit Betriebsbeginn diese Linien dann den neuen Linienweg: in Richtung Strandbahnhof über Vogteistraße und in Richtung Lübeck über Kurgartenstraße.

Lediglich der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle „Hafenbahnhof“ in der Vogteistraße wird erst im Frühjahr 2021 umgesetzt werden können. Die gesamten Umbaumaßnahmen, hierzu gehören die Einrichtung von Beschilderungen und neuen Markierungen, die Programmierung der Lichtsignalanlage und der barrierefreie Umbau von drei Bushaltestellen, konnten bzw. können für einen Gesamtbetrag von 100.000 Euro vorgenommen werden. Diese Investition zu Gunsten der Verkehrssicherheit ist nach Auffassung der Verwaltung eine gute Investition und schließt die seit Jahren diskutierten großen verkehrlichen Änderungen an den Knoten Vogteistraße, Gneversdorfer Weg, Torstraße und Travemünder Landstraße, Teutendorfer Weg nicht aus. Allerdings sind für die großen verkehrlichen Änderungen entsprechende politische Beschlüsse, die Bereitstellung von Haushaltsmittel und die Durchführung von Planfeststellungsverfahren erforderlich.

Die Hansestadt Lübeck und der Stadtverkehr Lübeck informieren bereits seit Anfang der Woche vor Ort per Informationsflyer über die geplanten Änderungen. Alle Informationen zur Verkehrsführung, zum ÖPNV-Angebot sowie der Flyer zum Download sind online abrufbar unter www.luebeck.de/gneversdorferweg

Hintergrund:
Die Straßenkreuzung Gneversdorfer Weg/Torstraße/Travemünder Landstraße entspricht in ihrer heutigen Form nicht mehr den Anforderungen einer verkehrssicheren Gestaltung und muss daher an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Insbesondere die aus der Travemünder Landstraße kommenden Lkw und Busse weichen zunehmend beim Linksabbiegen in den Gneversdorfer Weg wegen der zu geringen Fahrbahnbreite auf den dortigen Geh- und Radweg aus. Dazu kommt es, wenn auf dem Links­abbiegestreifen des Gneversdorfer Wegs in die Torstraße Kfz warten. Straßenverkehrsbehörde und Polizei sehen deshalb die Notwendigkeit einer Lösung für den Begegnungsverkehr am Knoten. Zusätzlicher Handlungsdruck, eine grundlegende Änderung an diesem Knotenpunkt zu bewirken, ergibt sich durch den zusätzlichen Schwerverkehr, der aufgrund der Baustelle Baggersand ab November 2020 zu erwarten ist.

Durch die neue Verkehrsregelung werden unmittelbar vier Ziele verfolgt:

– ein verkehrssicherer Knotenpunkt Gneversdorfer Weg/ Torstraße/ Travemünder Landstraße,
– eine bessere Erreichbarkeit der Kurgartenstraße für Anwohner und Anlieger,
– eine weiterhin gute ÖPNV-Anbindung von Travemünde,
– sowie eine Verkehrsberuhigung in der Torstraße.
Die Vorteile der neuen Verkehrsführung für Travemünde:
Verkehrsfluß: Die Leistungsfähigkeit des Knotens Gneversdorfer Weg/Torstraße/Travemünder Landstraße ist für die zukünftige verkehrliche Entwicklung unabdingbar. Bei der Beibehaltung des Linksabbiegers in die Torstraße wäre dies nicht mehr gegeben und es würde auf dem Gneversdorfer Weg häufiger zu Stauungen kommen. Absehbar wären dann die neuen Verkehre aus allen städtebaulichen Projekten in Travemünde nicht mehr verträglich abwickelbar. Ebenso wäre die Erreichbarkeit durch den ÖPNV nicht mehr gewährleistet. Hierdurch würde auch das Mobilitätskonzept Travemünde konterkariert.

Verkehrsberuhigung: Das Mobilitätskonzept sieht ferner eine Verkehrsberuhigung der Torstraße vor. Zwar ist bereits heute das Abbiegen in die Torstraße aus Richtung Gneversdorfer Weg nur für Anlieger und den Linienverkehr möglich. Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Relation auch durch Durchgangsverkehr genutzt wird (z. B. mit den Zielen Fährvorplatz, Strand oder Vorderreihe). Mit der neuen Verkehrsführung ist eine solche Durchfahrt nicht mehr möglich.

Erreichbarkeit: Bei Aufhebung des Linksabbiegers in die Torstraße gewährleistet das „Drehen“ der Kurgartenstraße eine bessere Erreichbarkeit für Anwohner und Anlieger, da ansonsten ein Umweg über den Baggersand notwendig wäre. Hinzu kommt, dass die Straße Auf dem Baggersand in der Hochsaison (bei Bettenwechsel) absehbar überstaut würde.
Das Zentrum von Travemünde kann durch die Drehung der Kurgartenstraße auch weiterhin mit dem Schnellbus der Linie 30 in beiden Fahrtrichtungen angebunden werden, ohne sich im Sommer an der Straße Auf dem Baggersand in den Stau der Priwallfähren einreihen zu müssen. Zusätzlich hierzu entfällt dank der Drehung der Linienführungen das teilweise problematische Linksabbiegen aus der Vogteistraße in den Gneversdorfer Weg für die Linien 30, 31, 33 und 35.

Sicherheit: Da der Fuß- und Radverkehr im Verlauf des Gneversdorfer Weges beim Überqueren der Vogteistraße nur noch zwei Fahrspuren queren müssen, ist hier ein Sicherheitsgewinn zu erwarten.

Aus Sicht der Hansestadt Lübeck überwiegen die Vorteile dieser neuen und sicheren Verkehrsführung in Travemünde .

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