Rettungskräfte waren im Dauereinsatz: Mehrere Badeunfälle in der Lübecker Bucht

Viele Badeunfälle bei Rekordtemperaturen
Am vergangenen Wochenende mussten DLRG, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei immer wieder zu Einsätzen an den Stränden ausrücken. (Symbolfoto: DLRG Haffkrug-Scharbeutz)

Lübecker Bucht. Am vergangenen Samstag war der heißeste Junitag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – in Schleswig-Holstein fiel mit 39,2 °C sogar der absolute Allzeit-Hitzerekord. Auch an der Lübecker Bucht kletterten die Temperaturen auf rund 37 °C.

Tausende Menschen suchten Abkühlung an den Stränden der Lübecker Bucht - und für die Einsatzkräfte der DLRG, Feuerwehr und Rettungsdienst wurde es ein arbeitsreicher Tag.

Die DLRG Haffkrug-Scharbeutz, die den Wachdienst in der Lübecker Bucht zwischen Niendorf/Ostsee und Sierksdorf stellt, zieht für den Samstag folgende Bilanz:

- Zehn Personen wurden an Land gesucht und wohlbehalten wiedergefunden.

- Fünf Personen konnten aus akuter Lebensgefahr aus dem Wasser gerettet werden.

- In zwei Fällen wurde nach mutmaßlich im Wasser vermissten Personen gesucht - beide konnten an Land wiedergefunden werden, eine Gefahr im Wasser wurde ausgeschlossen

- Elf schwere medizinische Hilfeleistungen - davon sechs ohne und fünf mit erforderlichem Abtransport durch den Rettungswagen.

Und auch der Sonntag forderte die Einsatzkräfte an den Stränden. 

Die Bilanz des Sonntages:

- Vier Personen an Land gesucht und wiedergefunden.

- Drei Personen aus dem Wasser gerettet.

- Zwei Suchen nach im Wasser vermissten Personen.

- Zwei sonstige Hilfeleistungen.

- Sieben schwere Erste-Hilfe-Einsätze (fünf ohne, zwei mit Abtransport durch Rettungswagen).

Bei einem Einsatz um 18.35 Uhr vor Timmendorfer Strand wurde gemeinsam mit dem Zentralen Wasserrettungsdienst Küste der DLRG, der Schnelleinsatzgruppe, Feuerwehren, DGzRS, Polizei sowie den Tauchergruppen der Berufsfeuerwehr Lübeck und der Johanniter Eutin eine großangelegte Suche durchgeführt. Die Person wurde schließlich mit einer Drohne der Feuerwehr Timmendorfer Strand leblos auf dem Grund lokalisiert und aus dem Wasser gebracht und an Land reanimiert. Die weitere Versorgung übernahm der Rettungsdienst, der die Person, die sich in einem kritischen Gesundheitszustand befand, in eine Klinik gefahren hat.

Beteiligte Organisationen waren die DLRG Lübecker Bucht e.V. (Boot), Freiwillige Feuerwehr Scharbeutz, Freiwillige Feuerwehr Pönitz (Boot), Freiwillige Feuerwehr Timmendorfer Strand (Drohne), Freiwillige Feuerwehr Niendorf/Ostsee (Boot), Freiwillige Feuerwehr Hemmelsdorf (Boot), Johanniter-Unfall-Hilfe e.V Ortsverband Eutin (Taucher), Die Seenotretter - DGzRS, Berufsfeuerwehr Lübeck (Taucher), Rettungsdienst Holstein und die Polizei.

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