Umgestaltung des Cap-Arcona-Friedhofs „vom Ehrenmal zum Mahnmal“

Auftakt zur Spendensammlung in Haffkrug

Vom Ehrenmal zum Mahnmal
Die Bürgermeisterin der Gemeinde Scharbeutz, Bettina Schäfer, mit Helmut Kurth vom „Arbeitskreis 27. Januar Eutin“ beim Auftakt der Spendenaktion in Haffkrug. (Foto: hfr)

Haffkrug. Die Gemeinde Scharbeutz hat am vergangenen Donnerstag zusammen mit dem „Arbeitskreis 27. Januar Eutin“ den Prozess „Vom Ehrenmal zum Mahnmal“ angestoßen. Der „Arbeitskreis 27. Januar Eutin“ ist ein Verbund von Bürgerinnen und Bürgern, der sich mit der dunkelsten Seite der deutschen Geschichte auseinandersetzt, um besonders Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, hieraus Erkenntnisse für die Zukunft zu ziehen.

Diese Arbeit wurde 1996 aufgenommen, nachdem der 27. Januar zum nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erhoben wurde. Die soeben aktualisierte Broschüre des Arbeitskreises vermittelt einen Einblick in die Veranstaltungsbreite der vergangenen Jahrzehnte. Getragen von dieser Grundidee setzt sich der Arbeitskreis seit 2018 entschieden für die Neugestaltung des Friedhofes Haffkrug-Neukoppel zu einem Mahnmal ein.
Diese lnitiative wird geschlossen von der Gemeindevertretung und der Bürgermeisterin der Gemeinde Scharbeutz, Bettina Schäfer, unterstützt. Eine gemeinsame Kommission, der weitere engagierte Persönlichkeiten angehören, wird den Neugestaltungprozess begleiten, heißt es.

„Ich bin froh, dass dieses traurige Stück deutscher Geschichte endlich eine angemessene Würdigung erfährt,“ so Bettina Schäfer.

Der größte Einzelfriedhof der Cap Arcona Tragödie liegt versteckt, von außen kaum erkennbar, in einem kleinen Waldstück bei der Abfahrt Eutin der A 1. Dem Platz wird ein „besonderer geschichtlicher Wert” bescheinigt, doch fristet der Friedhof momentan ein weitgehend unbeachtetes Dasein. Auch der hohe Lärmpegel von Autobahn, Auf- und Abfahrten und angrenzender Bundesbahn trägt nicht dazu bei, sich die Bedeutung dieses Friedhofs zu erschließen.

Entwurf für eine Neugestaltung des Friedhofes

Einziges Ziel aller Überlegungen ist es, einen Ort des Nachdenkens zu schaffen, der auch kommenden Generationen Denkanstöße für ihr zukünftiges Handeln liefert.
Ziele des Projektes „Vom Ehrenfriedhof zum Mahnmal“ ist es, u.a. den Friedhof von einer letzten Ruhestätte zu einem Ort des Nachdenkens werden zu lassen und die Menschen vom einfachen Vorbeifahren zum Hinschauen und zur Besinnung zu bewegen sowie zu einem Lernort für Toleranz und Engagement zu machen.

Angedacht sind der Bau einer Mahn- und Schutzmauer zu den neuen Bahnlinien hin, der Bau eines schlichten Pavillons als Rückzugsmöglichkeit und um Gedanken zu sammeln, das Aufstellen von Bänken mit Botschaften, das Aufstellen von Informationstafeln und -tischen, die Erweiterung der Hinweisschilder auf den Friedhof im weiteren Umfeld und die Öffnung des Friedhofes zur B76 mit dem Hinweisschild „Mahnmal“.
Um das alles umsetzen zu können, startete jetzt eine Spendensammlung für die Umgestaltung des Cap-Arcona-Friedhofs.

„Wir rufen zu Spenden auf für einen Ort, der auch zukünftigen Generationen die Möglichkeit gibt, sich zu informieren und sich gesellschaftspolitisch im historischen Kontext zu engagieren. Die Spenden werden ausschließlich für die beschriebene Neugestaltung des Friedhofs verwendet,“ so Helmut Kurth vom „Arbeitskreis 27. Januar Eutin“.

Der Friedenskreis Eutin e.V., zu dem der Arbeitskreis gehört, hat dazu ein Spendenkonto bei der Volksbank Eutin eingerichtet (IBAN DE54 2139 2218 0001 0075 87, Verwendungszweck: Spende für Mahnmal-Friedhof-Haffkrug).
Weitere Auskünfte erteilen gerne Lutz Tamchina (Telefon 04521-763236) und Helmut Kurth (Telefon 04563-5304).

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