Vor dem alten Rathaus auf dem Timmendorfer Platz: Bewegende Mahnwache mit ukrainischer Nationalhymne

Mahnwache in Tdf
Das Alte Rathaus in Timmendorfer Strand leuchtete in den Farben der Ukraine. (Foto: René Kleinschmidt)

Timmendorfer Strand. Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat am vergangenen Mittwoch, dem 2. März, zu einer Mahnwache für Frieden in der Ukraine aufgerufen, um ein Zeichen gegen Krieg und für Solidarität zu setzen.

Rund 400 Menschen folgten dem Aufruf und versammelten sich am frühen Abend auf dem Timmendorfer Platz vor dem Alten Rathaus, das genauso wie die Trinkkurhalle, in den Nationalfarben der Ukraine, Blau und Gelb, angestrahlt war.

„Ich bin auf der einen Seite sehr froh, sehr viele von Ihnen heute hier zu sehen, aber auf der anderen Seite sehr schockiert, dass wir hier stehen müssen, um für Frieden demonstrieren oder eine Mahnwache abzuhalten. Das sollte in Europa eigentlich nicht nötig sein,“ sagte Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke, der auch seine Kollegin Bettina Schäfer aus der Nachbargemeinde Scharbeutz begrüßen konnte. „Aber keiner hat wohl damit gerechnet, dass ein Despot, ein Kriegsverbrecher, ein Terrorist ein friedliches Land in einen Angriffskrieg verwickelt, Menschen tötet, zivile Einrichtungen bombardiert, und letztlich der freien Welt seinen Willen aufzwingen will.“

Partheil-Böhnke sagte weiter: „Wir sind zwar hilflos und so eine Mahnwache wird einen Putin auch nicht dazubringen, seine Kriegshandlungen einzustellen, aber wir können ihm zumindest zeigen, dass die Menschen in der Ukraine nicht alleine sind. Wir sind alle gemeinsam für Frieden, und das zeigen wir auch heute hier. Der Krieg muss sofort beendet werden.“

Einige der Menschen halten Plakate hoch, die Mitglieder der Malteser Jugend haben vor Ort Kerzen angezündet und an einem Tisch konnten Steine für den Frieden bemalt werden.

Die Scharbeutzer Bürgermeisterin Bettina Schäfer war den Tränen nahe, als sie ans Mikrofon trat. Sie war überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen und dass soviele zur Mahnwache gekommen sind. Sie machte außerdem auf die Spendensammlung ihrer Gemeinde aufmerksam und auch Sven Partheil-Böhnke informierte über Möglichkeiten, Spenden für ukrainische Flüchtlinge abzugeben.

Auch der Dorfvorsteher von Haffkrug, Helmut Kurth, ist mit seiner Frau Marisela mit Schildern in der Hand nach Timmendorfer Strand gekommen. Beide haben fünf Jahre lang – von 2000 bis 2005 – in der Ukraine gelebt und stehen in Kontakt mit ehemaligen Mitarbeitern und Freunden, „die sofort zu ihnen kommen können, wenn sie wollen“. Bewegend wurde es, als die zwei Ukrainerinnen Tereza Hartkop (aus Stockelsdorf) und Margarita Priebe (aus Bad Schwartau) die Nationalhymne der Ukraine sangen. Dafür gab es Applaus, aber auch einige Tränen.

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